
Werde auch du Mitglied in deiner örtlichen Feuerwehr!
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Ausbildungsdienst, 26.08.2026
Am Mittwoch beschäftigten wir uns mit dem Thema der Türnotöffnung. Dazu fuhren wir in den Stadtteil in Finow um dort praktisch zu üben.
Vor Ort gab es erstmal eine theoretische Einweisung in das Thema. Unteranderem dazu wann die Feuerwehr eine Tür öffnen darf und sich bzw. dem Rettungsdienst oder der Polizei Zutritt zur Wohnung verschaffen darf. Denn die Unversehrtheit der Wohnung ist durch die Grundrechte aus dem Grundgesetzt geschützt.
So sollte unteranderem auf jeden Fall der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bei der Entscheidung, ob und wie ich eine Wohnung öffne zur Anwendung kommen. Dieser besagt, dass man seine geplanten Maßnahmen bevor diese umgesetzt werden auf die Angemessenheit prüfen soll. Das bedeutet zum Beispiel, ob ich eine Wohnung gewaltsam öffne, wenn ich mich noch mit der Person unterhalten kann und diese sich "augenscheinlich" in keiner akuten Zwangslage bzw. Gesundheitslage befindet. Hier sollte das mildeste Mittel zur Anwendung kommen, wie zum Beispiel das prüfen, ob ein Fenster geöffnet ist und man sich über dieses Zutritt verschaffen kann oder ob die Tür verschlossen ist oder nicht und diese eventuell durch die Nutzung von Türblechen zu öffnen ist.
Nachdem alle Fragen geklärt wurden, ging es in das Praktische.
So konnten wir uns an der Öffnung einer Tür mit unseren Türblechen üben. Danach ging es weiter mit dem Ziehen von Türschlössern mit Hilfe unseres Zieh-Fix. Sollte ein Schloss nicht gezogen werden können, haben wir noch die Möglichkeit dieses mit Hilfe einer Fräse aufzufräsen. Auch hierzu bestand natürlich die Möglichkeit sich darin zu üben.
Nachdem sich alle üben konnten, wurde gemeinsam der Platz gesäubert und wir fuhren wieder zurück ins Gerätehaus.


Ausbildungsdienst, 19.08.2026
Zum Mittwoch stand das Ausbildungsthema "Technische Hilfeleistung" auf dem Dienstplan. Dieses Mal blieben wir dafür wieder am Gerätehaus. Die Ausbilder haben für uns drei Übungsszenarien vorbereitet und teilten uns dazu in zwei Gruppen auf.
Bevor die Übungen abgearbeitet wurden, wurden kurz noch einmal die Gefahren der Einsatzstelle besprochen und der Führungskreislauf besprochen und skizziert.
1. Übungsszenario
Hier wurde angenommen, dass ein PKW auf einem Parkplatz verunfallte und dabei auf der Seite zum Liegen gekommen ist. Der Fahrer wurde dabei nicht eingeklemmt, blieb durch den Gurt im Fahrersitz hängen.
Nach der Lageerkundung und Feststellung der Gefahren bekam die Gruppe den Einsatzauftrag das Fahrzeug zu sichern, die Person zu betreuen und diese auch aus ihrer Lage zu befreien. Dabei wurden mehrere Vorgehensweisen besprochen und sich auf eine festgelegt. Das Fahrzeug wurde mit unseren Mitteln (Steckleiterteile, Radkeile) gegen weiteres Umkippen und Wegrutschen gesichert. So konnte die Person anschließend auch vom Inneren des Fahrzeuges betreut werden. Die Person wurde im Anschluss mit Hilfe eines B-Schlauches gesichert und aus ihrer Zwangslage befreit.
2. Übungsszenario
Hier wollte eine Person auf einem Container eine Glühbirne wechseln. Dabei verunfallte diese so dass die Person nicht mehr ansprechbar und bewusstlos war. Eine zweite Person, die sich am Boden befand, musste ebenfalls behandelt werden bzw. betreut werden.
Auch hier wurden vorab die möglichen Gefahren der Einsatzstelle besprochen und entsprechend ein Einsatzbefehl gegeben. So machte sich ein Trupp über zwei Teile der 4-teilige Steckleiter auf den Container um der Person zu helfen. Auf dem Container angekommen, wurde die Person nicht ansprechbar und bewusstlos vorgefunden. Ebenfalls konnte keine Atmung festgestellt werden. So begann der Trupp umgehend mit der Reanimation der Person und setzte den AED vom HLF 10 ein. Im weiteren Verlauf wurde die unten angetroffenen Person betreut. Die beiden weiteren Trupps bereiteten die Rettung der Person über das Spinboard vor. Die Person wurde unter der Fortführung der Reanimation auf das Spinboard umgelagert und gesichert. Über die beiden Steckleiterteile wurde die Person im Anschluss vom Container gelassen und konnte dann an den Rettungsdienst übergeben werden.
3. Übungsszenario
In diesem Szenario wurde angenommen, dass bei Rückwärtsfahren durch einen medizinischen Notfall der Fahrer des Fahrzeuges die Kontrolle verlor und so seinen Sicherungsposten anfuhr. Dabei wurde dieser durch das auf dem Anhänger transportierte Rohr so verletzt, dass dieses Rohr in ihm stecken blieb und eine dauerhafte Blutung entstand. Auch in diesem Szenario sprachen wir kurz die Gefahren der Einsatzstelle durch und beurteilten die Lage bevor es einen entsprechenden Einsatzauftrag gab.
So begab sich ein Trupp direkt zum Sicherungsposten und seine Blutung zu stielen. Ein weiterer Trupp kümmerte und betreute den Fahrer. Der dritte Trupp sicherte das Fahrzeug und stelle einen Trennschleifer bereit, um das Rohr abzutrennen, um so den Patienten transportierbar zu machen. Nachdem das Rohr abgetrennt war, war Übungsende.
Beide Gruppen übten sich in allen drei Szenarien. So lang das Augenmerk nicht nur ausschließlich auf die Arbeit der Feuerwehr und den Gebrauch unserer Gerätschaften, sondern auch auf den Part des Rettungsdienstes und der Ersten Hilfe, denn nicht immer trifft der Rettungsdienst vor uns oder mit uns gleichzeitig ein.


